Absent/Present greift die Frage nach den Grenzen eines Kunstwerkes auf und gibt dem Bildmotiv durch die synästhetische Übersetzung der visuellen Impulse in die akustische Ebene, den Raum, um sich aus der Eingeschlossenheit des zweidimensionalen Bildes zu lösen.
Erst durch die Interaktion mit dem Betrachter, dessen Erinnerung und die sinnliche Wahrnehmung, wird es vervollständigt und zur ikonischen Präsenz des Dargestellten. Das Bild selbst ist dabei lediglich ein Medium, das durch die subjektiven Blicke der Betrachter animiert wird. Daneben geht es auch um die Frage nach der verborgenen Sehnsucht, das Unbelebte zu beleben. In ihr steckt einerseits die Ursache für unsere hochtechnisierten Umwelt, gleichzeitig steht sie aber auch in einem Spannungsverhältnis zu unserer häufig spirituell verkümmerten Lebenswelt.