Zeichnen ist Spurensuche. Die Suche nach Spuren in mir, nach Ähnlichkeiten um mich herum. Ich porträtiere diese Person und erkenne mich in ihr. Finde meine Ursprünge wieder, finde Spuren und folge ihnen. Die Umrisse lösen sich beim Zeichnen auf und zerfließen im Mikrokosmos des Details. Das Ganze entsteht von selbst. Ähnlich wie Vitangelo in Luigi Pirandello Roman “Uno nessuno centomila” nur über den Verlust seiner Masken Teil des Ganzen werden konnte, wird auch bei mir, in jedem Werk der Anspruch und die Sehnsucht nach Authentizität und Ehrlichkeit nach und nach intensiver. Vitangelo erklärt am Ende seines Romans, wie dieses sich dem Fluss des Lebens hingeben ein „rinascere attimo per attimo“, eine Verbindung mit Natur und dem eigenen Umfeld sei:“muoio ogni attimo, io, e rinasco nuovo e senza ricordi: vivo e intero, non più in me, ma in ogni cosa fuori.

Teil aller Dinge.